Weitere Millionen für den Wiederaufbau: Rheinbach erhält 21 Mio. EUR nach der Förderrichtlinie Wiederaufbau NRW

  • Ministerin Ina Scharrenbach übergibt Förderbescheid zum ersten Änderungsantrag des Wiederaufbauplans
  • Wichtiger Schritt für die Zukunft der Stadt
  • Aktuell liegt das Wiederaufbaubudget bei insgesamt fast 60 Mio. EUR

Die Stadt Rheinbach erhält weitere finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe vom Juli 2021. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, überreicht Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel heute den Förderbescheid zum ersten Änderungsantrag des städtischen Wiederaufbauplans. Mit zusätzlichen Fördermitteln in Höhe von voraussichtlich rund 21 Millionen Euro setzt das Land Nordrhein-Westfalen seine Unterstützung für die Wiederherstellung der kommunalen Infrastruktur fort.

Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe ist der Wiederaufbau in Rheinbach weit vorangeschritten. Zahlreiche beschädigte Einrichtungen, Straßen und öffentliche Gebäude konnten inzwischen wiederhergestellt werden. Gleichzeitig stehen weiterhin wichtige Projekte an, deren Umsetzung durch gestiegene Baukosten, aufwendige Planungsverfahren und zusätzliche Anforderungen erheblich komplexer geworden ist.

Wiederaufbau bleibt eine zentrale Zukunftsaufgabe

Bereits im März 2023 hatte die Stadt Rheinbach einen ersten Förderbescheid über rund 38,5 Millionen Euro erhalten. Der ursprüngliche Wiederaufbauplan umfasste 93 Einzelmaßnahmen.

Im weiteren Verlauf zeigte sich, dass der tatsächliche Finanzierungsbedarf deutlich höher ausfällt. Insbesondere gestiegene Baupreise, notwendige Anpassungen einzelner Maßnahmen und zusätzliche Wiederaufbaubedarfe machten eine Fortschreibung des Wiederaufbauplans erforderlich.

Von den 21 Millionen Euro sind rund 16 Millionen Euro auf inhaltliche Änderungen und veränderte Mittelbedarfe zurückzuführen. Dies betraf insbesondere die Wiederherstellung des Rathauses, der Neubau der Grundschule Flerzheim und die erforderliche Interimslösung in der Containeranlage, die Sanierung des Gräbbachwegs und die Erneuerung von Straßendurchlässen im Stadtgebiet Rheinbach.

Die weiteren rund 5 Millionen Euro sind auf zehn neue Maßnahmen im Änderungsantrag zurückzuführen. Hierzu zählen u. a. die Erneuerung einer Brücke in Flerzheim Wirtschaftsweg, die Projektsteuerung für Durchlässe im Bereich von Bahnanlagen, die Interimscontaineranlage am Städtischen Betriebshof und die Erstellung von Grünflächen nach dem Abriss der Grundschule und der Turnhalle in Flerzheim.

Mit dem nun vorliegenden Änderungsbescheid schafft das Land Nordrhein-Westfalen eine wichtige Grundlage, um weitere Maßnahmen umzusetzen und bereits begonnene Projekte verlässlich fortzuführen.

„Die Flutkatastrophe hat Rheinbach vor enorme Herausforderungen gestellt. Der Wiederaufbau verlangt unserer Stadtverwaltung, den beteiligten Unternehmen und nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürgern seit mehr als fünf Jahren viel Geduld und Engagement ab. Umso wichtiger ist es, dass das Land Nordrhein-Westfalen uns auch weiterhin verlässlich unterstützt“, erklärt Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel. „Mit den zusätzlichen Fördermitteln erhalten wir die notwendige finanzielle Perspektive, um zentrale Wiederaufbauprojekte weiter voranzubringen. Für diese Unterstützung sind wir dem Land Nordrhein-Westfalen und Ministerin Ina Scharrenbach sehr dankbar.“

Enge Zusammenarbeit mit dem Land

Die Bewilligung des ersten Änderungsantrags unterstreicht die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Rheinbach, der Bezirksregierung Köln und dem zuständigen Landesministerium.

Der Wiederaufbau ist ein langfristiger Prozess, dessen Umsetzung von zahlreichen fachlichen, technischen und finanziellen Rahmenbedingungen abhängt. Die Fortschreibung des Wiederaufbauplans trägt dazu bei, die Maßnahmen an die zwischenzeitlich veränderten Anforderungen anzupassen.
Mit der zusätzlichen Förderung wird ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur vollständigen Wiederherstellung der städtischen Infrastruktur ermöglicht.

 

Zum Hintergrund

Die Starkregen- und Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 verursachte auch in Rheinbach erhebliche Schäden an öffentlichen Einrichtungen, Straßen, Brücken und weiteren Teilen der kommunalen Infrastruktur.

Der Rat der Stadt Rheinbach beschloss am 20. Juni 2022 den ersten kommunalen Wiederaufbauplan. Im März 2023 erhielt die Stadt einen Förderbescheid über rund 38,5 Millionen Euro.

Aufgrund zwischenzeitlich immens gestiegener Kosten und veränderter Wiederaufbaubedarfe wurde der Plan fortgeschrieben und ein erster Änderungsantrag gestellt.
Die Stadt Rheinbach arbeitet weiterhin mit Nachdruck an der Umsetzung der beschlossenen Wiederaufbaumaßnahmen.