Gleichstellung geht uns alle an
Gleichstellung bedeutet mehr als nur die gleiche Behandlung aller Menschen. Sie zielt darauf ab, echte Chancengleichheit zu schaffen – im Beruf, in der Familie und im gesellschaftlichen Leben. Denn nicht alle starten unter denselben Voraussetzungen. Während Gleichheit alle gleich behandelt, berücksichtigt Gleichstellung die unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedürfnisse von Menschen, um Benachteiligungen abzubauen und faire Möglichkeiten für alle zu schaffen.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt setzt sich dafür ein, diese Ziele in Rheinbach aktiv zu fördern und umzusetzen. Sie ist Ansprechpartnerin sowohl für die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung als auch für die Bürgerinnen und Bürger Rheinbachs.
Fest verankert:
- Art. 3 Abs. 2 GG
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ - §5 Abs.3 GO NRW
- §4 der Hauptsatzung der Stadt Rheinbach
„Die Gleichstellungsbeauftragte wirkt bei allen Vorhaben und Maßnahmen der Gemeinde mit, die die Belange von Frauen berühren oder Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann und die Anerkennung ihrer gleichberechtigten Stellung in der Gesellschaft haben. - Gleichstellungsplan (in Bearbeitung)

Ganz persönlich
"Als ausgebildete Pädagogin und Frau mit Migrationshintergrund bringe ich nicht nur fachliches Wissen, sondern auch persönliche Erfahrungen mit. Diese Kombination hilft mir, sensibel und praxisnah auf Fragen, Herausforderungen und Anliegen rund um Gleichstellung und Chancengerechtigkeit einzugehen.
Vertraulichkeit ist für meine Arbeit selbstverständlich. Wer sich an mich wendet, kann sicher sein, dass Gespräche und Anliegen diskret behandelt werden - und dass ich immer ein offenes Ohr habe.
Mir ist wichtig, dass jede und jeder in Rheinbach die gleichen Chancen hat, sich frei zu entfalten - unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter oder Lebenssituation. Gleichstellung beginnt für mich im Alltag, im gegenseitigen Respekt und in der Offenheit füreinander. Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass unsere Stadt ein Ort bleibt, an dem Vielfalt geschätzt und Chancengleichheit gelebt wird.
Sie möchten ein persönliches Gespräch - zum Beispiel wegen eines beruflichen Wiedereinstiegs, einer Trennung, Mobbing oder Gewalterfahrungen? Dann nehmen Sie gern per E-Mail oder Telefon Kontakt mit mir auf und vereinbaren einen Termin."
Tätigkeitsspektrum:
- Information, Beratung und Unterstützung in Fragen:
- der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- des Berufsrückkehrs nach familiär bedingten Unterbrechungen
- der Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben
- der Prävention und dem Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
- der Förderung von Frauen in Führungspositionen
- der geschlechtersensiblen Berufsorientierung und Ausbildungswahl
- der häuslichen und sexualisierten Gewalt
- der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts
- Netzwerkarbeit mit Fachstellen, Organisationen, Initiativen und Verbänden
- Projektarbeit und Veranstaltungsorganisation, z.B. Orange Days, Internationale Frauentag, Girls' Day & Boys' Day etc.
- Annahme und Bearbeitung von Anregungen und Beschwerden im Zusammenhang mit Gleichberechtigungsthemen
- Mitwirkung bei der Erstellung des Gleichstellungsplans
- Mitwirkung bei allen gleichstellungsrelevanten Vorgängen der Stadtverwaltung Rheinbach
It’s a dress, not a yes! – Gemeinsam für einen respektvollen Karneval in Rheinbach
Schunkeln, tanzen, bützen – Karneval macht Spaß, wenn sich alle wohlfühlen und persönliche Grenzen respektiert werden. Ein Kostüm ist keine Einverständniserklärung. Auch ausgelassene Stimmung und Alkohol rechtfertigen keine Belästigung.
Die Kampagne „It’s a dress, not a yes!“ richtet sich an alle, die Karneval feiern oder Veranstaltungen mitgestalten. Gemeinsam wollen wir sexueller Belästigung vorbeugen und eine Feierkultur stärken, in der wir aufeinander achten.
Unsere Spielregeln für Rheinbach – machen Sie mit!

Ein Bild. Viele Stimmen. – Kreativ-Workshop gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Im Rahmen der Orange Days lädt die Stadt Rheinbach gemeinsam mit der Künstlerin Claudia Herrmann zu einer besonderen Mitmachaktion ein.
Aus 120 individuell gestalteten Postkarten entsteht ein großes Gemeinschaftskunstwerk in Form einer Frauensilhouette – als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
In diesem Workshop gestalten die Teilnehmenden ihre eigene Postkarte mit verschiedenen Orange-Tönen, Mustern und kreativen Ideen. Auf den hellen Flächen ist Platz für Mutmachsprüche, stärkende Worte und persönliche Statements.
Von Weitem entsteht ein gemeinsames Bild – aus der Nähe werden viele individuelle Botschaften sichtbar. Denn jede Stimme zählt!
Das fertige Kunstwerk wird am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, im Rathaus Rheinbach öffentlich präsentiert.
Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Während des Workshops wird eine Kinderbetreuung angeboten, damit auch Eltern mit Kindern die Möglichkeit haben, in Ruhe kreativ zu werden und an der Aktion teilzunehmen.
Termine (zwei alternative Workshops):
- Mittwoch, 11.11.2026, 10:00–13:00 Uhr
- Samstag, 14.11.2026, 12:00–15:00 Uhr
Kursleitung: Claudia Herrmann
Ort: Glasmuseum Rheinbach, Himmeroder Wall 6, 53359 Rheinbach
Anmeldung: über die VHS Voreifel hier oder via E-Mail an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rheinbach oleksandra.schiller@stadt-rheinbach.de
Adresse und Kontakt
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rheinbach
Oleksandra Schiller
Schweigelstraße 23
53359 Rheinbach
