Stadt Rheinbach beantragt Bundesförderung für die Sanierung des Freibades

  • Förderantrag soll den Weg für eine umfassende Modernisierung des Freibades ebnen
  • Sanierung erhöht Betriebssicherheit, Folgekosten werden gesenkt und die Attraktivität der Anlage nachhaltig gestärkt

Die Stadt Rheinbach möchte die Zukunft ihres Freibades langfristig sichern und wird einen Förderantrag im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder 2026“ stellen. Der Stadtrat ist in seiner gestrigen Sitzung dem Beschlussvorschlag der Verwaltung mit mehrheitlichen Beschluss gefolgt und hat sie beauftragt, die erforderlichen Unterlagen beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen einzureichen.

Das Rheinbacher Freibad ist seit vielen Jahren ein wichtiger Treffpunkt für Sport, Freizeit und Erholung. Gleichzeitig befindet sich die Anlage trotz kontinuierlicher Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in einem zunehmend schlechten baulichen und technischen Zustand. Insbesondere das 50-Meter-Außenbecken, das Kinderbecken sowie die technische Infrastruktur weisen einen erheblichen Sanierungsbedarf auf.

In den vergangenen Monaten wurde dies erneut deutlich. Ein Rohrbruch an einer Wasserleitung konnte nur durch das schnelle und koordinierte Handeln des städtischen Eigenbetriebs Wasserwerks und der Freiwilligen Feuerwehr ohne gravierende Folgen bewältigt werden. Auch Frostschäden am Kinderbecken machten umfangreiche Reparaturen erforderlich. Die steigende Zahl notwendiger Instandsetzungen verursacht nicht nur erhebliche Kosten, sondern bindet zunehmend personelle Ressourcen.

„Mit dem Bundesprogramm bietet sich nun die Möglichkeit, einen erheblichen Teil der Sanierungskosten durch Fördermittel zu finanzieren. Vorgesehen ist eine Förderung von 45 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, was einer Fördersumme von bis zu rund 2,57 Millionen Euro entsprechen kann“, erklärt Torsten Bölinger, Technischer Beigeordneter der Stadt Rheinbach.

Grundlage des Förderantrags ist eine umfassende Konzeptstudie zur Zukunft des Freibades. Diese zeigt, dass der überwiegende Teil der notwendigen Investitionen ohnehin auf die bauliche und technische Bestandssicherung entfällt. Die Kosten für eine reine Erhaltung der bestehenden Anlage würden langfristig kaum unter denen einer umfassenden Modernisierung liegen. Diese eröffnet durch eine mögliche Inanspruchnahme von Fördermitteln aber die Gelegenheit, die Attraktivität des Freibades nachhaltig zu steigern.

Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Umsetzung der Konzeptstudie nur im Falle einer positiven Förderzusage des Bundes erfolgen soll. Mit dem nun vorgesehenen Ratsbeschluss werden zunächst die Voraussetzungen geschaffen, um die Fördermittel fristgerecht beantragen zu können. Für die Durchführung der Sanierungsmaßnahme wurden bislang keine Haushaltsmittel im Haushaltsplan veranschlagt. Lediglich für die Beauftragung der erforderlichen Konzeptstudie wurde im Haushaltsjahr 2026 ein Mittelansatz in Höhe von 50.000 Euro berücksichtigt.

„Die geplante Sanierung würde neben der technischen Erneuerung insbesondere eine barrierefreie Gestaltung sowie eine moderne und energieeffiziente Infrastruktur ermöglichen. Dadurch könnten Betriebssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit des Freibades langfristig verbessert werden. Das Freibad leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in Rheinbach. Es schafft attraktive Freizeit- und Bewegungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien, fördert Gesundheit und gesellschaftliches Miteinander und stärkt die Attraktivität der Stadt als Wohn- und Lebensstandort“, freut sich Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel über die im Rat getroffene Entscheidung.