Der Frühling naht in schnellen Schritten. Neue Beete werden geplant, Sträucher geschnitten, vielleicht eine neue Sitzecke angelegt. Wer jetzt seinen Garten neu oder umgestaltet, denkt meist an Pflanzen, Wege und Möbel – doch auch ein genauer Blick auf die Beleuchtung des Grundstücks lohnt sich. Denn auch nach Sonnenuntergang kann ein Beitrag zum Naturschutz geleistet werden.
Mit den ersten milden Nächten werden viele Insekten wieder aktiv – rund die Hälfte von ihnen ist nachtaktiv – und orientiert sich am schwachen Licht von Mond und Sternen. Unsere Außenbeleuchtung ist jedoch oft um ein Vielfaches heller. Sie lockt Nachtfalter, Käfer, Schwebfliegen und andere nützliche Insekten an, erschöpft sie, stört ihren natürlichen Rhythmus und zerschneidet ihre Lebensräume.
Die gute Nachricht: Schon kleine Veränderungen im eigenen Garten machen einen großen Unterschied. Hier ein kurzer Beleuchtungs-Check:
- Brauche ich wirklich jede Lichtquelle – oder reichen beleuchtete Wege und Treppen?
- Schalte ich das Licht aus, wenn es nicht mehr benötigt wird?
- Nutze ich warmweißes, insektenfreundliches Licht (1700–2700 Kelvin) mit möglichst geringem UV- und Blauanteil?
- Ist die Helligkeit reduziert? (3–5 Lux reichen völlig aus)
- Sind Leuchten abgeschirmt, sodass sie nur nach unten strahlen?
Weniger Licht heißt nicht weniger Komfort – sondern mehr Natur direkt vor der eigenen Haustür. Jede ausgeschaltete, gedimmte oder insektenfreundliche Leuchte ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt.
Übrigens: Wer seinen Vorgarten in diesem Frühjahr naturnah umgestalten möchte, kann das gesponserte Gutscheinangebot der Stadt nutzen. Die Anzahl der Gutscheine ist begrenzt.
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