Mit der Enthüllung einer Friedens- und Gedenkplatte vor dem Himmeroder Hof setzen die Stadt Rheinbach, die Stiftung Beinhaus Douaumont und die Konrad-Adenauer-Stiftung ein sichtbares Zeichen für Erinnerung, Versöhnung und den europäischen Friedensgedanken.
Die Gedenkplatte wurde der Stadt Rheinbach im Rahmen der Bürgerfahrt nach Verdun 2025 von der Stiftung Beinhaus Douaumont überreicht. Herzstück des von Karl Günther Wolf und Thorsten Laureck geschaffenen Kunstwerks ist ein Originalpflasterstein aus Douaumont. Auf diesem standen am 22. September 1984 der französische Staatspräsident François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl bei ihrer historischen „Geste von Verdun“, die bis heute als Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung gilt.
Im Rahmen einer feierlichen Einweihung würdigte Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel im Beisein Konrad Adenauers, Enkel des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer, und Philipp Lerch, Leiter des Politischen Bildungsforums Rheinland-Pfalz der Konrad-Adenauer-Stiftung, sowie Vertretern aus Politik und Gesellschaft das Kunstwerk als Zeichen für den Wandel von Feindschaft zu Verständigung. Im Gedenken an die Schrecken des Ersten Weltkrieges bekräftigten Olivier Gerard, Direktor des Beinhauses in Douaumont, und Armand Falque, Bürgermeister von Douaumont-Vaux, den Stellenwert der Veranstaltung im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft und warben für Frieden und Versöhnung.
Die Gedenkplatte knüpft an die enge „Partnerschaft des Friedens“ zwischen Rheinbach und Douaumont-Vaux an und verleiht der Erinnerung an die historische „Geste von Verdun“ nun auch in Rheinbach einen dauerhaften Platz.