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Licht am Ende des Tunnels
Donnerstag, 12.11.2026
„Patientia – Virtus – Spes!“ – Geduld, Tatkraft und Zuversicht, so beschrieb der römische Ingenieur Nonius Datus im 2. Jahrhundert n. Chr. die Tugenden eines Tunnelbauers.
Er wusste um die besonderen Probleme dieser Ingenieursdisziplin und tatsächlich sind die Schwierigkeiten der unterirdischen Trassenführung in fast jedem historischen Tunnelbau erkennbar. Da Tunnelbaupläne oder -skizzen nicht erhalten sind, muss deren Konzeption aus den Bauwerken
selbst abgelesen werden. Anhand von Arbeitsspuren war es möglich, die Strategien der antiken Baumeister bezüglich der Planung und Trassierung zu entschlüsseln.
Es ist als großartige Leistung der antiken und mittelalterlichen Ingenieure zu werten, dass allen Schwierigkeiten zum Trotz kein Tunnelbau unvollendet blieb!
Der Vortrag beleuchtet die rund 3000-jährige Geschichte des Tunnelbaus: vom ersten Großtunnel, gebaut unter König Hiskias um 700 v. Chr. in Jerusalem, und dem berühmten Eupalinos-Tunnel auf Samos über die großartigen Bauwerke der Römer bis zu den wenigen Tunnelbauten des Mittelalters. Im frühen Industriezeitalter wurde der Tunnelbau unverzichtbar, weil die Eisenbahntrassen in schwierigem Gelände nicht ohne Tunnel zu realisieren waren.
Mit Prof. Dr. Klaus Grewe
Freundeskreis Römerkanal e. V.
Informationen und Anmeldung: Stadt Rheinbach,
02226 917 507 oder roemerkanal@stadt-rheinbach.de
Kostenfrei, Spenden willkommen
Ratssaal im Himmeroder
Hof, Himmeroder Wall 6,
Rheinbach