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Die Flussaue als Archiv der Landschaftsgeschichte in der Nordeifel
Donnerstag, 26.11.2026
Klimatische Schwankungen und Landnutzung beeinflussten in der Nordeifel über Jahrtausende die Abflussdynamik der Flüsse und die Entwicklung der Auenlandschaften. In der letzten Eiszeit entstanden schottereiche Talfüllungen mit verzweigten Gerinnen. Im Holozän stabilisierte Vegetation die Hänge, die Strömungsenergie nahm ab, und nur bei Überflutungen wurden Sedimente in dünnen Lagen auf
der Aue abgelagert. Im Mittelalter verstärkten wiederum Starkregen und Rodungen für Siedlung- und Bergbau die Bodenerosion. Es bildeten sich Kolluvien und feinkörnige Auelehme. Seit der Industrialisierung veränderten Flussbegradigungen und der Bau von Talsperren die Abfl uss- und
Sedimentdynamik. Der Bergbau hinterließ jedoch Spuren: Schwermetalle wie Blei und Zink reichern sich in den Sedimenten an, sind ökologisch relevant, ermöglichen aber die Rekonstruktion von Nutzungsphasen. Der Geograph PD Dr. Philipp Schulte leitet das Sachgebiet Geoarchäologie des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland. Er bringt seine wissenschaftliche Expertise in die Erforschung und Vermittlung der Boden- und Landschaftsgeschichte ein.
Mit PD Dr. Philipp Schulte, Bonn
Freundeskreis Römerkanal e. V.
Informationen und Anmeldung: Stadt Rheinbach,
02226 917 507 oder roemerkanal@stadt-rheinbach.de
Kostenfrei, Spenden willkommen
Ratssaal im Himmeroder
Hof, Himmeroder Wall 6,
Rheinbach