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Im geteilten Felde, oben in Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz, unten gespalten, links in Silber ein mit dem Barte linkshin gewendeter blauer Schlüssel, rechts in Rot ein halber silberner Adler am Spalt.
Geschichte und Deutung:
Seit 762 war das Siedlungsgebiet Rheinbach vollständig im Besitz der Abtei Prüm. 1246/7 übertrug der Prümer Vogt, Graf von Are-Hochstaden, seine Rechte in Rheinbach an seinen Bruder Konrad, dem Erzbischof von Köln.
Das
Rittergeschlecht von Rheinbach, das seit 1180 die Herrschaft über
die Burg besaß, vereinnahmte in der Zeit nach der Schlacht
von Worringen, widerrechtlich alle an Rheinbach geknüpften
Rechte und gründete die Stadt.
Vom Wappen der Ritter von Rheinbach (zwei gekreuzte Lilienstäbe) leitet sich das erste Schöffensiegel ab (Lilie).
1343
erwarb der Erzbischof von Köln die Rechte an der Stadt zurück
und ließ ein neues Schöffensiegel anfertigen. Das schwarze
Kreuz auf silbernem Grund steht für das Erzstift Köln.
Der Schlüssel deutet auf den hl. Petrus als Patron der Kirche
oder des Erzstiftes. Der Adler aus dem Wappen der Grafen von Are-Hochstaden
knüpft an die Übertragung von 1246/47 an und ignoriert
die widerrechtliche Aneignung des Besitzes durch die Ritter von
Rheinbach.
