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Rheinbacher Tomburg. Bildquelle: Generalanzeiger onlineNicht nur der Rheinbacher Stadtkern beeinduckt durch sein mittelalterliches Flair, auch die Ortschaften haben ihre wechselvolle Geschichte, deren Spuren oftmals noch sichtbar sind.
Nehmen wir den Tomberg: Schon im 4. Jahrhundert befand sich dort eine römische Anlage.
Um 900 entstand vermutlich die Tomburg, die in den folgenden Jahrhunderten stark ausgebaut wurde. Pfalzgraf Ezzo und seine Gemahlin Mathilde, eine Schwester Kaiser Ottos lll residierten hier um das Jahr 1000. Tochter Richeza wurde Königin von Polen und Sohn Otto erbte die Pfalzgrafschaft, wurde Herzog von Schwaben und starb 1047 auf der Tomburg. Später wechselten die Besitzer der Burg häufig. Am 7. September 1473 eroberte der Herzog von Jülich die Tomburg und zerstörte sie.


Flerzheim Kirche St. MartinEin altes Königsgut war ursprünglich wohl der Ortsteil Flerzheim.
Er wird zuerst in Bonner Urkunden gegen Ende des achten Jahrhunderts erwähnt.
Im Mittelalter war die Herrschaft Flerzheim im Besitz des Klosters Heisterbach, das auch den jeweiligen Schultheiß bestellte. Stützpunkt der abteilichen Herrschaft war der Heisterbacher Hof. Nach der Säkularisierung residierte hier der Maire von Rheinbach, Nachtsheim.
Der spätere Besitzer Reuter schenkte den Hof 1904 unter der Bedingung, ein Kloster krankenpflegender Schwestern zu errichten, der Pfarrei Flerzheim.

Kirche St. Martin, HilberathUm 1274 wird Hilberath erstmalig im liber valoris erwähnt.
Mit Todenfeld, das 893 als Dodonuuelt im Prümer Urbar zum ersten Mal genannt wird, bildete der Ort ein eigenes Gericht im Amt Tomberg.
Bis um 1800 gehörte Hilberath zur Hälfte dem Herzog von Jülich und den Herren von Dalwigk.

In der Martinskirche befindet sich eine der ältesten Orgeln des Rheinlandes. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts erbaut, kam sie wahrscheinlich 1875 durch Schenkung in die Kirche zu Hilberath. Kirche St. Margaretha, NeukirchenAus einer Rodesiedlung der Zisterzienser ist das 1174 erstmals genannte Neukirchen entstanden.
Seit dem 13. Jahrhundert bis 1794 war der Ort als kölnische Unterherrschaft im Besitz der Abtei Heisterbach.
Ebenfalls eine kurkölnische Unterherrschaft war das als eigenständige Siedlung bereits 1260 urkundlich erwähnte Niederdrees. Die niedere und mittlere Gerichtsbarkeit wurde seit 1730 von den Herren Schall von Bell zu Morenhoven ausgeübt.
Kirche St. Aegidius, OberdreesMit dem in einer Urkunde des Jahres 856 als Dreisa genannten Ort kann nur das heutige Oberdrees gemeint sein. Das fränkische Patrozinium St. Aegidius läßt ein sehr hohes Alter der Siedlung vermuten.
Die Herrschaftsverhältnisse in Oberdrees waren sehr verworren. Viersiebtel gehörten zur Herrschaft Tomburg, während der Rest zu drei verschieden Herrschaftsbereichen zählte.

In Queckenberg wurde 1753 eine Kapelle errichtet, die als Rektorat 1898/99 von Neukirchen abgetrennt wurde. Die Territorialherrschaft in Queckenberg teilten sich der Herzog von Jülich und der Erzbischof von Köln.


RamershovenWormersdorf, das zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahre 832 erwähnt wird, gehörte seit dem 16. Jahrhundert, wie auch Ramershoven, zum Jülichschen Amt Neuenahr.

 

Kirche St. Martin, IpplendorfIpplendorf dagegen gelang es im 18. Jahrhundert, eines der zahlreichen reichsunmittelbaren Zwergterritorien zu werden. Erst 1934 wurde der Pfarrsitz von Ipplendorf nach Wormersdorf verlegt.



Fotos: Ausser Tomburg Karlheinz Daniels, Rheinbach.
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