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Foto: Vorstellung des WerkesIm Gebäude der Kreisverwaltung Siegburg wurde jetzt eine neue Publikation des Geschichts- und Altertumsvereins für Siegburg und den Rhein-Sieg-Kreis vorgestellt. Unter dem Titel "Von Wasserkunst und Pingen. Erzbergbau im Rhein-Sieg-Kreis und seiner Umgebung" vereint der Band dreizehn Aufsätze, die die wichtigsten Abbaugebiete im Kreis vorstellen.

Der Erzbergbau in unserem Kreis kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Seit der Römerzeit wurde hier bis vor wenigen Jahrzehnten Erzbergbau betrieben. Die Spuren des Abbaus und der Verarbeitung, der Aufbereitungs- und Verhüttungsplätze prägen bis heute teilweise die Landschaft.

Der ausgewiesene Fachmann Dr. Bernd Habel gibt in diesem Buch nicht nur eine verständliche Einführung in die Thematik, sondern berichtet auch über die Friedrich-Wilhelms-Hütte bei Troisdorf und dem Bergbau bei Merten und Eitorf. Aber auch aus dem Linksrheinischen werden zwei Gemeinden mit Bergbaugeschichte vorgestellt. Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt erzählt von der wechselvollen Geschichte der Grube "Laura" in Wachtberg-Oberbachem. Bis zu 200 Bergarbeiter waren in diesem Zink-, Blei- und Kupfererzbergwerk beschäftigt.

Einen Überblick über die Rheinbacher Bergbaugeschichte hat Stadtarchivar Dietmar Pertz zusammengestellt. Neben den jüngsten Erkenntnissen über die Rheinbacher Eisenhütte im Stadtwald und den Eisenerzbergbau beschreibt er auch die sich über 400 Jahre hinziehenden Versuche, in den Höhenorten einen rentablen Abbau von Zink und Blei zu etablieren.

Das Buch umfasst 232 Seiten und ist durchgehend 4-farbig bebildert. Es zu einem Preis von 16,95 Euro im Buchhandel und im Stadtarchiv Rheinbach erhältlich.


Foto: Buchvorstellung im Kreishaus: V. l.: Landrat Frithjof Kühn, Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn, Rheinbachs Stadtarchivar Dietmar Pertz, Herausgeberin Dr. Claudia Maria Arndt und Siegburgs Stadtarchivarin Dr. Andrea Korte-Böger.