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Mit der belgischen Stadt Deinze hat die Stadt Rheinbach am 19. September 1981 ihre zweite Städtepartnerschaft begründet.
Deinze ist eine Stadt in der Provinz Ostflandern, hat 28.324 Einwohner und liegt rund 18 km südwestlich von Gent an der Autobahn A 14 (Antwerpen - Gent - Kortrijk - Lille/Nordfrankreich). Das Gemeindegebiet umfasst 7.553 ha (= 75,53 km2). In insgesamt zwei Gebietsveränderungen sind 10 Ortschaften eingemeindet worden.
1971: Petegem-aan-de-Leie, Astene und Zeveren. 1977: Vinkt, Gottem, Wontergem, Grammene, Meigem, Bachte-Maria-Leerne.
Die Stadt Deinze steht in der Größenordnung aller 65 Gemeinden der Provinz Ostflandern auf Platz elf und ist Kantonshauptstadt mit einem Friedensgericht. Sie liegt in einem Umland, das durch die Landwirtschaft geprägt ist, und wird von dem Flüsschen "Leie" mit seiner malerischen Landschaft durchzogen, die einst Inspiration für zahlreiche namhafte Maler war. Deinze wird als Hauptort der ostflandrischen Leieregion angesehen.

Für den Federviehmarkt hat Deinze eine überörtliche und überregionale Bedeutung, denn die dort jeden Mittwochermittelten Preise für Geflügel und Eier sind wichtige Daten für die Europäische Union (EU). So ist es nicht verwunderlich, dass Henne und Ei einen Teil des wirtschaftlichen Geschehens in Deinze symbolisieren und beim alle fünf Jahre stattfindenden "Canteclaer-Umzug" gefeiert werden.
Die Stadt Deinze wurde erstmals um das Jahr 840 erwähnt unter dem Namen "Donsa". Angesichts einer sehr wechselvollen Geschichte mit häufig veränderten Herrschaftsverhältnissen sowie Verwüstungen, Vertreibung und Flucht der Bevölkerung hatte Deinze es schwer, sich zu entwickeln. Es wurde von Aufständen und Kriegen überschattet und musste viele Rückschläge überwinden, um den heutigen Entwicklungsstand zu erreichen.
Trotz allem hat sich eine Stadt entwickelt, die schon seit dem 15. Jahrhundert durch Theatergruppen kulturell von sich Reden macht; gegenwärtig sind es 7 Gruppen. 15 Chöre bereichern durch Gesang die kulturelle Szene. Regelmäßige Glockenspielkonzerte und das jährliche Neujahrskonzert ergänzen das Deinzer Kulturangebot.
Die Bedeutung der Kultur wird nicht zuletzt dadurch unterstrichen, dass es in Deinze eine Städtische Akademie für Musik, Wort und Tanz (Stedelijke Academie voor Muziek, Woord en Dans van Deinze), die Deinzer Kunstakademie (Stedelijke academie voor schone kunsten) und das Städtische Museum von Deinze und der Leieregion (Museum van Deinze en de Leiestreek) gibt, welches eine reichhaltige Sammlung von Gemälden und Skulpturen von Künstlern aus dem "Künstlerdorf" Sint-Martens-Latem und der weiteren Leieregion besitzt und sich mit wechselnden Sonderausstellungen an die Öffentlichkeit wendet.
Ein Juwel der flämisch-spanischen Baukunst des 16.Jahrhunderts ist Schloss Ooidonk (1595). Es ist eines der prächtigsten Schlösser in Belgien und kann ebenso wie der beeindruckende Schlosspark mit seiner kunstvollen schmiedeeisernen Toranlage besichtigt werden. Man findet im Inneren des Schlosses allerlei Kostbarkeiten wie reich verziertes Mobiliar, Gemälde, wertvolle Teppiche, feinstes Porzellan, kunsthandwerkliche Silber- und Goldschmiedearbeiten und eine Sammlung historischer Gegenstände.

Die Pfarrkirche "Unserer lieben Frau" (Onze-Lieve-Vrouw) ist ein Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, das gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit einer wertvollen Einrichtung ausgestattet wurde.
Zu den sehenswerten Bauwerken gehört auch die 1860 - 1870 erbaute alte Leie-Schleuse im Ortsteil Astene. Die hölzerne Ziehbrücke wurde im Jahre 1896 durch die heutige eiserne Ziehbrücke ersetzt. Die hier genannten Bauwerke und noch einige andere stehen unter Denkmalschutz.
Deinze ist ein Ausbildungszentrum für die Region. Es stehen 3 weiterführende humanistische Schulen, 4 Handels-, Technische und Berufsschulen, 14 Grund- und Vorschulen/Kindergärten sowie 2 Sonderschulen zur Verfügung. Daneben gibt es noch Schulen in freier Trägerschaft als Einrichtungen der katholischen Kirche.
An der Peripherie der Stadt haben sich in acht bereits voll belegten Industrie- und Gewerbegebieten Betriebe vieler Branchen angesiedelt: Kornbrennerei (Filliers Genever), Blumen, Fensterleder, Konfektion, Textilbearbeitung, Natursteinbearbeitung, Metallbearbeitung, Warenlagerung und -verteilung, Spedition, Futtermittel u. a. Die Betriebe sind für die Stadt und die Region wichtige Arbeitgeber. Sie beschäftigen rund 8.800 Arbeitnehmer.
Deinze ist unsere sympathische Partnerstadt, lebendig und aufstrebend, die sich über Ihren Besuch freut, und sei es zunächst einmal via Internet
www.deinze.be .