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Bürger- und Kulturzentrum Himmeroder Hof

Kultur für die Rheinbacher Bürger und mehr...

Der Himmeroder Hof liegt in unmittelbarer Nähe der Rheinbacher Burg. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde er zum Bürger- und Kulturzentrum ausgebaut.

Kernstück ist das Glasmuseum, das eine international bedeutende Sammlung böhmischer Hohlgläser beherbergt. Der größte Ausstellungsraum ist gleichzeitig Ratssaal der Stadt Rheinbach, er wird aber auch für Vorträge, Tagungen und Kammerkonzerte genutzt. Außerdem stehen noch weitere Gruppenräume für die bürgerschaftliche Nutzung zur Verfügung. Zu den Stammgästen gehören der Stadtrat und seine Fraktionen, die VHS, die Briefmarkenfreunde, der Schachclub und viele andere mehr. Sie alle schätzen nicht nur das besondere Flair der historischen Fachwerkanlage, sondern die Möglichkeit, sich an einem zentralen Ort mit guter Verkehrsanbildung zu treffen.

Ratssaal   Himmeroder Hof - GlasmuseumFruehlingsmarkt im Himmeroder Hof

Falls Sie Räume nutzen oder anmieten möchten, können Sie die Miet- und Benutzungsordnung für den Himmeroder Hof als pdf herunterladen. 

Raumvergabe und -vermietungen:
Kerstin Vogelsgesang
Telefon 02226 917-501 oder 02226 917-503
E-Mail kerstin.vogelsgesang@stadt-rheinbach.de

Im Bürger- und Kulturzentrum ist außerdem das Naturparkzentrum Himmeroder Hof untergebracht.

 

Kultur im Hof

„Kultur im Hof“, das Open-air-Festival im Kulturzentrum Himmeroder Hof, ist seit einigen Jahren das Sommer-Kultur-Highlight mit dem ganz besonderen Flair.

Dabei kommen die Freunde der verschiedensten Musikrichtungen - Rock, Pop, Country, Jazz, Folk und Oldies - auf ihre Kosten. Veranstaltungen unter dem Titel „Literatur im Takt“ und "Ope(r)n Air am Hexenturm" runden das Programm von “Kultur im Hof” ab.

Hier finden Sie das Programm Kultur im Hof 2014.

Besuchen Sie die Homepage von "Kultur im Hof"!

 

 

Blick in die Historie: Das Zisterzienserkloster Himmerod und sein gleichnamiger Hof in Rheinbach

Bernhard von Clairvaux, der Gründer des Zisterzienserordens, richtete 1138 in Himmerod in der Eifel ein Kloster ein, das durch Schenkungen und Vergünstigungen seinen Grundbesitz rasch ausdehnen konnte.

Himmerod wuchs im Laufe des 13. Jahrhunderts zu einer der größten rheinischen Grundherrschaften an. Dabei waren die Güter der Abtei weit verstreut, so dass an vielen Orten eigene Höfe eingerichtet werden mussten.

Im heutigen Rheinbach gab es alleine drei: einen in Kleinaltendorf, einen in Wormersdorf sowie einen im südöstlich des heutigen Stadtkerns gelegenen und heute wüsten Rheinbachweiler.
 
Gegen Ende des Stadtwerdungsprozesses wurden 1323 die Mönche und Bewohner des Himmeroder Klosterhofes in Rheinbachweiler als Mitbürger in die Stadt Rheinbach aufgenommen. Zu dieser Zeit besaß Himmerod bereits ein Haus in der Stadt. Die Siedlung Rheinbachweiler starb in den nächsten zwei Jahrhunderten aus, da die Stadt den Bewohnern der Siedlung mehr Sicherheit bieten konnte.

Der Himmeroder Hof in Rheinbach, der aus eigenen Mitteln circa 73 Meter der Rheinbacher Stadtmauer finanzierte, war die zentrale Hebe- und Verwaltungsstelle für die Himmeroder Besitzungen in Rheinbachweiler, Kleinaltendorf, Wormersdorf, Ersdorf, Ipplendorf, Todenfeld und Flerzheim.

Bis Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der Himmeroder Hof im Eigenbetrieb bewirtschaftet. Dann verpachtete man den Hof an Rheinbacher Bürger. Die Pächter hatten alle Pachtabgaben in und um Rheinbach zu erheben und auf den Bonner Speicher des Klosters zu liefern.
 
Nach einem der Pächter, Dederich Polch, entwickelte sich für die am Hof entlang verlaufende Straße der Name Polchsgasse, heute Polligsstraße. Neben dem eigentlichen Hof wurden auch einzelne Parzellen verpachtet. So gab man 1770 115 Morgen Ackerland in 280 Einzelstücken an 150 Pächter ab.

Die heute noch erhaltenen Teile der Hofanlage stammen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.  

Nach der Besetzung des Rheinlandes durch die Franzosen wurden alle Klöster mit ihrem Grundbesitz vom Staat eingezogen und verkauft. So fiel auch der Himmeroder Hof in Rheinbach 1806 in private Hände. Im 20. Jahrhundert war der Hof im Besitz der Familie Scheben. Diese verkaufte dann die Hofanlage 1966 an die Stadt Rheinbach.