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Richeza


Richeza entstammte einer bedeutenden rheinischen Adelsfamilie. Ihr Vater war der lothringisc07 K _nigin Richezakleinhe Pfalzgraf Ezzo.
Die Ezzonen hatten ihren Stammsitz auf der Tomburg. Vielleicht wurde Richeza hier sogar geboren. Sicher ist zumindest, dass ihr Bruder Otto, Herzog von Schwaben, 1047 auf der Tomburg starb.
Durch ihre Mutter Mathilde, einer Tochter Kaiser Ottos II. und der Kaiserin Theophanu war Richeza mit dem Herrscherhaus der Ottonen verwandt. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht gründeten Ezzo und Mathilde 1024 in Brauweiler westlich von Köln eine Benediktinerabtei als pfalzgräfliches Hauskloster.
Richeza war die einzige Tochter des Pfalzgrafenpaares, die heiratete. Ihre Eheverbindung mit dem polnischen Herzogssohn Mieszko II. wurde im Jahre 1000 zur Bekräftigung der "Gnesener Vereinbarung" zwischen Kaiser Otto III., einem Bruder von Richezas Mutter, und Herzog Boleslaus I., dem Tapferen, am Grab des hl. Adalbert in Gnesen beschlossen. 1013 fand die Hochzeit statt.

Unter Berufung auf die "Gnesener Vereinbarung" und mit 06 Ezzo Und MathildekleinZustimmung des Papstes krönte Boleslaus sich 1025 zum König von Polen. Als er noch im gleichen Jahr starb, ging die Königswürde auf Mieszko und Richeza über. Wenige Tage nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1034, kehrte Richeza in ihre rheinische Heimat zurück, während ihr Sohn Kasimir die Herrschaft der Piasten weiterführte. In der Regierungszeit Richezas und ihres Sohnes kamen zahlreiche geistig-kulturelle Einflüsse aus dem Rheinland in das Land zwischen Weichsel und Warthe, deren Spuren noch heute fassbar sind.
Nach ihrer Rückkehr aus Polen galt Richezas Hauptsorge dem pfalzgräflichen Hauskloster in Brauweiler.
Anlässlich des Todes ihres Bruders Otto im November 1047 gelobte Richeza den Bau eines neuen Klosters und einer größeren Kirche in Brauweiler. Am 30. Juni 1048 wurde der Grundstein gelegt. 1051 wurde die Krypta und 1061 die Oberkirche eingeweiht. Das Vorbild der neuen Kirche war die Kölner Kirche St. Maria im Kapitol. Richeza ist 1063 in Saalfeld gestorben. Ihre Gebeine ruhen heute im Kölner Dom.

Literatur:
Peter Schreiner: Richeza, Königin von Polen und Gönnerin der Abtei Brauweiler, Beziehungen zwischen Deutschen und Polen vor 1000 Jahren, Pulheim 1998.
Peter Schreiner: Königin Richeza, Polen und das Rheinland, Historische Beziehungen zwischen Deutschland und Polen im 11. Jahrhundert, Pulheim 1996. 
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