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Stadtverwaltung Rheinbach
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Stadtplan

Grußwort des Bürgermeisters

Bürgermeister Stefan RaetzLiebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Gäste,

auch wenn das neue Jahr hat bereits begonnen hat, blicken wir noch auf das zurück, was im vergangenen Jahr passiert ist; was einem gelungen ist, was man auch falsch gemacht hat und was man vielleicht anders machen will.

Das Jahr 2011 war für unser schönes Rheinbach abermals ein Jahr mit vielen Herausforderungen. Denken wir zum Beispiel an die immer noch aktuelle Schuldendiskussion, bei der Summen verhandelt werden, die für unsere Verhältnisse unvorstellbar und schwer nachvollziehbar sind, zumal uns doch in erster Linie die Sanierung der städtischen Finanzen am Herzen liegt.

Andererseits ist uns allen auch bewusst, dass wir im Zentrum Europas liegend, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen großes Interesse daran haben müssen, dass die Einigkeit und der Zusammenhalt in Europa auch weiterhin besteht. Nur leidet nach wie vor auch Rheinbach unter der unsäglichen Finanzsituation im Land NRW. Eine Finanzreform ist immer noch nicht in Sicht.

Immer mehr Aufgaben und immer weniger Geldzuweisungen vom Land. Das verträgt sich auf Dauer nicht. Es musste gespart werden. Es mussten Steuern erhöht werden. Das hat auch Rheinbach getan. Nur irgendwann ist Schluss, wenn man nicht das Gesicht und das Gefüge der Stadt zerstören will. In 2012 bekommt Rheinbach gar keine allgemeinen Landeszuweisungen mehr. Vor 4 Jahren waren es noch über 10 Millionen Euro. Stattdessen droht uns in Zukunft noch eine Abgabe an die Städte, die kurz vor dem Finanzkollaps sind. Hier wird ein bereits Kränkelnder mit einem Todkranken ins Bett gesteckt. Das überlebt dann Keiner!

Spätestens seit Beginn der PISA-Studien der OECD im Jahre 2000 und dem damit initiierten internationalen Vergleich von Schulleistungen im Hinblick auf alltags- und berufsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten steht die Bildungspolitik im kritischen Fokus der Öffentlichkeit. Welches ist das richtige Bildungsangebot für unsere Kinder? Keine leicht zu lösende Frage. Nicht für Eltern und auch nicht für die Kommunalpolitik. Denn sehr unterschiedliche Auffassungen von Eltern prallen hier aufeinander. Fakt ist, dass wegen des Demographischen Wandels die Schülerzahlen zurückgehen werden. Dies wird leider nicht als Chance für kleinere Schulklassen genutzt. Es fehlt schlicht an Lehrkräften und beim Land an Geld.

Fakt ist auch, dass es unserer guten Hauptschule zunehmend an Rheinbacher Schülern in der Eingangsklasse fehlt, da das System „Hauptschule“ bundesweit kaputt geredet wurde, statt die unstreitigen Vorzüge zu würdigen und auszubauen. Jetzt, wo der (unberechtigt!) schlechte Ruf da ist, wird es schwer, Eltern für die Hauptschule zu begeistern. Leidtragende sind die Schüler. Diesen ein zukunftsfähiges Bildungsangebot zu bieten, ist aber unsere Aufgabe. Die Politik in Rheinbach hat über alle Parteigrenzen hinweg den Weg für eine Gesamtschule geebnet. Vor Jahren noch undenkbar! Ob diese Schulform kommt, dass entscheiden jetzt die Eltern. Das ist gut so. Seien wir gespannt.

Kommen wir noch zu etwas Erfreulichem. Begeistert bin ich jedes Jahr aufs Neue von dem vielfältigem ehrenamtlichem Engagement in unserer Stadt. Ich nenne dieses Jahr bewusst kein Engagement beim Namen, da ich zu viele auslassen müsste. Es ist beeindruckend, was geleistet wird. Meine herzliche Bitte: Unterstützen auch Sie dieses Engagement. Das ist Rheinbach! Machen Sie mit, gehen Sie hin, erleben Sie selbstloses Handeln im Sinne der Gemeinschaft. Sie werden davon begeistert sein und Sie tun etwas Gutes.

„Gutes tun“ ist auch meine herzliche Bitte an Sie. Es gibt so viele Möglichkeiten, seine Fähigkeiten, sein Wissen und natürlich auch einen kleinen Teil seiner finanziellen Möglichkeiten an Dritte, die es zu schätzen wissen und es nötig haben, weiterzugeben. Tun Sie es! Sie erhalten für sich persönlich viel Zufriedenheit zurück. Zufrieden, glücklich und ausgeglichen zu sein ist ein wichtiger Baustein für Ihr Wohlergehen in 2012. Das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.

Ihr Stefan Raetz