. .

Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen

Die Lebenslagen junger Menschen können sich so verschärfen, dass ein Verbleiben in der Familie nicht mehr möglich ist.

Wenn dann eine Versorgung und Erziehung eines Kindes oder Jugendlichen in einer Pflegefamilie nicht geeignet ist, werden sie in Heimen oder sonstigen betreuten Wohnformen untergebracht. Kennzeichnend hier ist ein hohes Maß an Professionalität der Fachkräfte in den Einrichtungen. 

In den letzten Jahren hat sich das Bild in den Heimeinrichtungen deutlich gewandelt. Die Einrichtungen verfügen über unterschiedliche Konzepte, die auf die jeweilige Problemlage des Kindes bzw. des Jugendlichen und der Familie ausgerichtet sind. Heimerziehung ist in der Regel längerfristig angelegte Hilfe. Allerdings ist das Leitziel, die Familien so zu stabilisieren, dass das Kind oder der Jugendliche wieder zurückkehren kann. In diesem Zusammenhang ist es auch möglich, im Rahmen von Jugendhilfe in der Familie flankierende Jugendhilfemaßnahmen zu installieren, um die erzieherische Situation in der Familie so zu verbessern, dass eine Rückführung auch möglich werden kann.
 

Wenn eine Rückführung nicht (mehr) möglich ist, werden über die Einrichtungen Verselbständigungshilfen angeboten. Diese Angebote finden dann häufig in einer Jugendwohngemeinschaft oder in einrichtungseigenen Appartements oder in betreuten Wohnformen in einer eigenen Wohnung statt. Solche Verselbständigungshilfen können auch für junge Volljährige bis maximal zum 21. Lebensjahr angeboten werden