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Kinder leben in einer Pflegefamilie- Die Vollzeitpflege

Manchmal können Kinder und Jugendliche nicht mehr in ihrer Familie bleiben. Die Erziehung gestaltet sich aus unterschiedlichen Gründen schwierig, es klappt einfach nicht mehr und man ist am Ende seiner Möglichkeiten. Die Kinder geraten zunehmend in Schwierigkeiten und äußern das oft ihrer Umwelt gegenüber, indem sie Schwierigkeiten machen, z.B. im Kindergarten oder in der Schule, sie entziehen sich und vieles mehr. Die Gründe sind sehr vielschichtig.

Falsch ist es zu behaupten, die Eltern hätten versagt. Diese Aussage ist genauso falsch wie pauschal und wird den Problemlagen, denen Familien heute oftmals ausgesetzt sind, nicht gerecht.

Wenn aber eine Situation in der Familie entsteht, in der man sich um seine Kinder nicht mehr gut kümmern kann oder sie vernachlässigt, kann Ihnen das Jugendamt Hilfe zur Erziehung anbieten, indem Ihr Kind vorübergehend oder auch dauerhaft in einer anderen Familie aufwächst. Das nennen die Jugendämter dann Vollzeitpflege. Diese ist entweder zeitlich befristet, also vorübergehend, oder auf Dauer angelegt.
Im erstgenannten Fall handelt es sich dann um eine kurz- bis mittelfristige Jugendhilfemaßnahme. Dabei wird die Rückführung des Kindes in Ihre Familie geplant und Ihnen wird zusätzlich Hilfe und Unterstützung angeboten, die erzieherische Situation in Ihrer Familie zu verbessern. Das heißt also, es wird eine enge Kooperation zwischen Pflegefamilie und Ihrer Familie angestrebt.

Wenn Sie dieses Angebot in Anspruch nehmen, egal ob vorübergehend oder dauerhaft, bleiben Sie trotzdem in Kontakt mit ihrem Kind und Sie sind auch weiterhin sorgeberechtigt. 

Wenn Sie Fragen zu diesem Angebot haben rufen sie das Jugendamt an. Telefon 02226 917-600.

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