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Pflegeeltern werden- Wie geht das?

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, weshalb Kinder und Jugendliche nicht mehr in ihrer Familie leben können. Manchmal ist das nur für eine kurze Zeit (wenige Jahre), manchmal auch dauerhaft der Fall. Kennzeichnend für diese Kinder und Jugendlichen ist meist, dass sie in familiären Verhältnissen aufgewachsen sind, in denen sie nicht gut versorgt, erzogen und gefördert werden konnten. Sie sind dort in Not geraten, wurden möglicherweise vernachlässigt oder geschlagen.

In einer solchen Situation haben sie häufig in einer Familie -also in einer Pflegefamilie- bessere Entwicklungsmöglichkeiten, als in einer stationären Einrichtung (Kinderheim).

Das Jugendamt der Stadt Rheinbach kooperiert mit den Stadtjugendämtern Bornheim, Meckenheim, dem Kreisjugendamt des Rhein-Sieg-Kreises (Bereich Alfter, Wachtberg und Swisttal) sowie dem Kreisjugendamt Ahrweiler im Bereich des Pflegekinderwesens in der Arbeitsgemeinschaft Vollzeitpflege.
Eine Aufgabe dieser Kooperationsgemeinschaft ist die Werbung und Gewinnung von Personen, die bereit sind, ein Pflegekind über einen längeren Zeitraum oder dauerhaft bei sich aufzunehmen. In Frage kommen hier Paare (verheiratete und unverheiratete, auch gleichgeschlechtliche) sowie Einzelpersonen!

Wir möchten Sie auf diese Aufgabe neugierig machen. Darum haben wir unten ein paar grundlegende Informationen  für Sie zusammen gestellt.

Allerdings lassen sich viele Dinge besser in einem persönlichen Gespräch erörtern.
Wenn Sie möchten, können Sie gerne ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren.

Ihre Ansprechpartner im Jugendamt:

 

Was müssen Pflegeeltern mitbringen?

  • Kinder mögen und gerne mit ihnen zusammen leben
  • Verständnis und Toleranz für die besondere Lebenssituation von Pflegekindern besitzen
  • Ein belastbares und stabiles Familiensystem und eine positive Lebenseinstellung haben
  • Offenheit  zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und der Herkunftsfamilie des Pflegekindes besitzen
  • Flexibel sein im Handeln und Denken
  • Über ausreichenden Wohnraum verfügen
  • Ein ausreichendes Familieneinkommen haben 
  • Über genügend Zeit für die Versorgung, Betreuung und Förderung des Pflegekindes verfügen
  • Sie sollen keine erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen haben
  • Sie müssen ohne Vorstrafen sein

Das ist eine nicht abschließende Liste mit den wesentlichen Punkten.
 

Wie wird man Pflegeeltern und erhält man Unterstützung?

In einem Erstgespräch informieren wir Sie über die Voraussetzungen und Bedingungen, ein Pflegekind aufzunehmen und beantworten Ihnen alle in dem Zusammenhang stehenden Fragen.

Das Jugendamt führt mit Ihnen, wenn Sie Interesse haben, ein Überprüfungs- und Qualifizierungsverfahren durch. Dieses Verfahren beinhaltet mehrere Gespräche, Hausbesuche und ein Vorbereitungsseminar, das an mehreren Abenden durchgeführt wird.
Es geht darum, ob Sie als Pflegefamilie grundsätzlich geeignet sind. Auch die Frage, welches Pflegkind in Ihre Familie passt, spielt natürlich eine große Rolle. Genauso wie der Aspekt, ob Sie leibliche Kinder haben oder die Frage, wie alt das Kind oder der Jugendliche sein soll oder ob ein Mädchen oder ein Junge vermittelt werden soll. Vieles muss hier also berücksichtigt werden.

Wenn dann ein Kind, auch von den oben genannten Jugendämtern, vermittelt werden soll, tritt das zuständige Jugendamt mit Ihnen in Kontakt, um Einzelheiten einer möglichen Vermittlung mit Ihnen zu besprechen.

Sie erhalten im sogenannten Hilfeplanverfahren anch der Vermittlung kontinuierlich Beratung und Unterstützung durch eine pädagogische Fachkraft des Jugendamtes und sie werden regelmäßig zu Fortbildungsveranstaltungen eingeladen.

Den kompletten Unterhaltes des Kindes übernimmt das Jugendamt und sie erhalten ein Betreuungs- und Erziehungshonorar.

Neugierig geworden?
Rufen Sie an oder schicken Sie eine E-Mail an die Fachkräfte Ihres Jugendamtes.