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Erste Radservicestation der Region an der Apfelroute eingeweiht

Initiative des ADFC – Drei Stationen in der Region geplant – Spende von UPS.

Rheinbach, 11. September 2020 – Radfahrer auf der Apfelroute können im Fall einer Panne nun ihr Fahrrad an der ersten Radservicestation der gesamten Region reparieren: Seit Freitag ist am Campus der Universität Bonn in Klein-Altendorf in Rheinbach eine Radservicestation des ADFC in Betrieb. Die Station besteht aus einer 1,60 Meter hohen Säule aus Edelstahl, die Radlern die Reparatur ihres Fahrrades während einer Tour ermöglicht.

Das defekte Fahrrad kann man dort wie in einer professionellen Fahrradwerkstatt aufhängen. Hochwertiges Werkzeug ist an Stahlseilen befestigt und steht für Reparaturen zur Verfügung. Zudem gibt es eine Fußpumpe mit Druckluftmesser für alle gängigen Ventile. Die Säule ist mit einem QR-Code ausgestattet, über den die Station bewertet und eventuelle Mängel mitgeteilt werden können. Es ist die erste Station dieser Art in der Region.

„Einen guten Radweg wie die Apfelroute ergänzen wir um eine hochwertige Servicestation, damit das Pedalieren noch mehr Spaß macht“, sagte Axel Mörer, Sprecher des ADFC-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg, bei der Inbetriebnahme der Station. „Ein platter Reifen, eine verkeilte Kette oder ein rappelndes Schutzblech sind hier schnell repariert“, erläuterte Dietmar Pertz, Sprecher der Rheinbacher ADFC-Ortsgruppe. Die Reparaturstation hat inklusive Werkzeug und Aufstellung über 2000 Euro gekostet.

Auf der Station prangen neben dem Logo des ADFC auch vier weitere Signets. Die Station ist nämlich ein echtes Gemeinschaftswerk. Der Logistikdienstleister United Parcel Service (UPS) half dem ADFC mit einer großzügigen Spende, die Rhein-Voreifel Touristik kümmerte sich um den Standort, die Stadt Rheinbach übernahm die Arbeiten für Fundament und Aufstellung. Gebaut wurde die Servicestation von der CBW, der Caritas Betriebs- und Werkstätten GmbH in Düren, die Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung bieten.

Dennis Kary vom Sponsor UPS in Troisdorf freute sich ganz besonders: „Unser Spende für nachhaltige Mobilität hat hier unmittelbaren Nutzen für die Radlerinnen und Radler.“ UPS hat dem ADFC-Kreisverband 2020 eine großzügige Spende überwiesen, von der unter anderen zwei Reparatursäulen, ein neues Codiergerät für den Rhein-Sieg-Kreis und die Beethoven-Jubiläumstour des ADFC im nächsten Jahr von Wien nach Bonn finanziell gefördert werden.

Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz lobte das Engagement aller Beteiligten. „Insbesondere wer häufiger mit dem Rad unterwegs ist und auch längere Strecken und mehrtägige Touren unternimmt, wird die Servicestation zu schätzen wissen. An Feiertagen und am Wochenende, sind viele Fahrradreparaturstätten geschlossen und man ist auf sich alleine gestellt. Auch wenn man naturgemäß ungern gezwungen ist, sie zu nutzen: Die Servicestation ist eine tolle Einrichtung, die das Angebot der Radwege in der Region sehr gut ergänzt“, so Raetz. „Insofern gilt es im Sinne der Radfahrer*Innen allen beteiligten Akteuren großen Dank für ihr Engagement auszusprechen.“

Eva Julia Konrath, Geschäftsführerin der Rhein-Voreifel-Touristik, betonte: „Die Servicesäule des ADFC ergänzt die Radinfrastruktur der gesamten Region Rhein-Voreifel hervorragend und erhöht den Komfort für radelnde Einheimische und Gäste“. Prof. Ralf Pude, Leiter des Campus Klein-Altendorf, ergänzte: „Der Standort in Klein-Altendorf ist ideal für alle Radtouristen, die die Apfelroute nutzen, und zugleich ein Gewinn für den Uni-Campus und seine Studenten.“ Torsten Bölinger, Leiter des Rheinbacher Tiefbauamtes, hob die Bedeutung des Radverkehrs in der Voreifelkommune hervor: „Das Rheinbacher Radwegenetz ist gut und jetzt wird es noch servicefreundlicher.“ Zudem hat die Stadt Rheinbach die Gelegenheit genutzt und rund um die Servicestation einen kleinen Rastplatz für Radler angelegt. Dirk Leifeld, Leiter der Caritas-Werkstätten in Düren, die die Station gebaut haben, hob den universellen Service der Stationen hervor. „An unserer Radservicestation kann man rund 90 Prozent aller Reparaturen am Fahrrad selbst vornehmen. Und sie ist auch für Rollstühle und Kinderwagen geeignet.“

Eine weitere Servicestation wird der ADFC in Kürze im Kreis Euskirchen am Bahnhof in Kall einweihen. Zudem plant der ADFC gemeinsam mit der Stadt Bonn eine Station am Bahnhof UN-Campus. Das allerdings werde nicht genügen, um Radtouristen flächendeckend in der Region Pannenhilfe zu leisten, so Axel Mörer. „Es wäre gut, wenn wir an allen radtouristischen Routen wie den stark befahrenen Strecken an Sieg, Agger, Rhein und Ahr sowie Strecken wie der Wasserburgenrouten noch mehr solcher Serviceangebote hätten, vielleicht verbunden mit einem kleinen Rastplatz, wie das jetzt auch in Rheinbach realisiert wurde.“ Auch Bahnhöfe, die stark von Radtouristen und Ausflüglern genutzt werden, sollten mit solchen Servicesäulen ausgerüstet werden, so der ADFC.